8 Ideen, Deinen WordPress Blog mit Gamification zu ruinieren

mit Gamification Deinen Blog ruinieren

Spielst Du mit dem Gedanken, Gamification auf Deinem WordPress Blog einzusetzen? JA? Sehr gut, denn dann kommt dieser Artikel genau richtig! In nur 4 Minuten Lesezeit erfährst Du, wie Du Deinen WordPress Blog todsicher mit Gamification ruinieren kannst. Also los.

1. Gamification ist ein Allheilmittel

Seit dem heutigen Tag soll Gamification Dein einziges Online-Werkzeug werden. Vergiss alle anderen, erprobten Tools!

Wer bremst verliert! Also weg mit dem Alten, her mit dem Neuen.

2. Gamification Plugin installieren, ohne über das Business-Ziel nachzudenken

Du kennst Dich doch in Deinem Bereich aus, oder? Warum solltest Du also Zeit mit Vorüberlegungen verschwenden? Google bietet doch eine große Auswahl an Plugins für Gamification (350.000 Suchergebnisse). Nimm einfach eines davon und das passt schon. Schließlich willst Du nicht warten, sondern starten.

Warum solltest Du Dir Gedanken darüber machen, welches Ziel Du mit einer Spielifizierung erreichen willst? Mehr Besucher? Mehr Kommentare? Mehr Likes? Mehr Shares? Weniger Seiten-Ausstiege? Wen interessiert das?

3. Vertraue einfach auf die Wirkung, nur Weicheier messen ihre Ziele

Wenn ich Dir hier Gamification empfehle, dann muss das doch wohl ausreichen. Schließlich ist dieser Blog schon 2 Monate alt !!! Echt jetzt, ich kenne mich voll aus.

Du wirst Doch jetzt nicht auf die Idee kommen, selber messen zu wollen! Und bitte keine Messwerte, Die Dich in Deinen Business- oder Blog-Zielen unterstützen. Das würde ich als persönliches Misstrauen meiner Person gegenüber werten.

Wenn Du mir vertrauen würdest, dann würdest Du nicht Deine Ziele tracken.

Also Finger weg von Google oder Facebook Analytics. Das ist sowieso Teufelszeugs.

4. Wen interessiert schon die Zielgruppe

Gamification passt immer und überall. Eines kannst Du jetzt wirklich nicht gebrauchen! Dass Dir jemand sagt: „Das passt nicht zu Deinem Business!“.

Wichtig ist jetzt, dass Du Dein Ding knallhart durchziehst. Und ja, wenn Patch Adams gut für die Gesundung von Kranken ist, dann verträgt der Blog Deines Beerdigungsinstituts erst recht ein Sudoku-Spielfeld. Das Leben ist schon ernst genug.

Also: Denn bloß nicht darüber nach, ob Deine Zielgruppe Spielerisches verträgt!

5. Gamification ist trendy, mehr musst Du nicht wissen

Wichtig ist, dass Du jeden heißen Trend mitmachst. Sag bloß nicht, ich hätte Dich nicht gewarnt. Wenn Du jetzt nicht voll einsteigst, ist das Thema morgen schon Schnee von gestern. Also heute ist die Stunde.

Und vor allem brauchst Du Dich nicht tiefer mit der Materie beschäftigen. Die Software-Hersteller können Dir am ehrlichsten und vor allem vollkommen unparteilich empfehlen, welche Schritte für Dich die besten sind.

Also beschäftige Dich nicht allzu sehr damit. Ein paar oberflächlich gelesene Artikel sollten jawohl vollkommen ausreichen.

6. Wenn das bei XY geht, dann doch wohl auch bei Dir

Aha, Du hast auf einer amerikanischen Website ein super Spiele-Plugin gesehen, das solltest Du sofort auch bei Dir installieren.

Denn Euer Geschäftsmodell und Euer Lebenssinn sind sicherlich nahezu identisch. Also wird das auch ohne Anpassungen bei Dir gehen.

Ganz sicher.

Ehrlich.

Also: Blindes Kopieren ist allemal besser als nix tun.

7. Am besten gleich ganz viel

Warum bei einem Plugin und einem Spiele-App aufhören? Ja, warum eigentlich.

Mehr kann mehr.

Also fülle Deinen Blog bis oben hin randvoll mit Spielen, Anreizen, Punktesystemen und Abzeichen. All diese wichtigen Dinge lösen endlich diese unnötigen und lästigen Sachen wie guter Content, Beziehungsaufbau und Marketing ab. Juchhu, endlich ist das überflüssig geworden.

Das wurde aber auch endlich einmal Zeit.

8. Einmal installiert, dann habe ich meine Ruhe

Au Backe, war das anstrengend. Jetzt hast Du gerade erfolgreich einen spielerischen Aspekt (wie Punkte, Badges, Test, Quiz, Gewinnspiel oder Leaderboard) auf Deinem WordPress Blog eingebaut. Das muss jetzt aber auch reichen. Mehr kann niemand von Dir verlangen!

Auf keinen Fall solltest regelmäßig Deine Ergebnisse tracken.

Bloß nicht den Inhalt optimieren, wenn Du eine Verbesserung siehst.

Und auf gar keinen Fall darfst Du, Deine Leser in eine Handlungsschleife führen. Zum Beispiel mit Erinnerungen per Email. Manche Idioten setzen dafür Newsletter-Systeme ein. Aber Du Gott sei Dank nicht. So belästigt Dich der Leser auch ganz sicher nur einmal und wird nicht zum störenden, dauernd Blog-Artikel kommentieren Fan. Nee, so etwas brauchst Du gar nicht.

 

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Ausprobieren 😉

david_signatur

P.S.: Spiel Dein Spiel

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Ende

  1. Lies diesen Artikel noch einmal mit der Ironie-Brille. Es soll echt Blogger geben, die das hier für wahre Münze nehmen.
  2. Erfreue Dich am Buch Anleitung zum Unglücklichsein von Paul Watzlawick
  3. Hinterlasse mir einen Kommentar oder teile diesen Artikel mit anderen Blogger-Kollegen, die ein bißchen hiervon brauchen können 🙂

Ooh, der Artikel ist ja schon zu Ende!
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Ich gebe Deine Adresse nicht weiter. Ehrenwort!

Ein Kommentar, sei der nächste!

  1. Danke sehr für so ein interessanter Artikel. Ich habe hier wirklich ausreichende und nützliche Information gefunden. Jetzt bin ich sicher, dass ich keine Probleme mit meiner Arbeit haben werde. Sonst habe ich noch Frage: Was ist denn nun mit Marketing?

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