Keine Angst mehr – Zeig Dich wie Du bist

bedingungsloser Selbstausdruck

Jeder von uns hat besondere Talente. Aber viele trauen sich nicht, diese zu leben oder zu zeigen. Denn wer sich zeigt – sich sichtbar macht – der riskiert eine Zurückweisung. Und davor haben viele Menschen eine riesige Angst.

Von 1999 bis 2010 war ich als Square Dance Caller tätig. Und ich erinnere mich noch an mein „erstes Mal“ auf der Bühne:

Da stand ich nun auf der Bühne. Das erste Mal.

Alle Augen waren scheinbar auf mich gerichtet. Und ich hatte dieses flaue Gefühl im Magen. Das waren keine Schmetterlinge, das war ein Taifun.

Alles in mir schrie laut: “Ich muss hier weg. Und zwar pronto!“ Dabei fühlte ich mich noch vor 5 Minuten ganz anders.

Da stand ich noch vor der Bühne und war super motiviert.

Kein Anzeichen von Lampenfieber. Denn ich wusste, ich hatte mich auf meinen ersten Bühnenauftritt als Square Dance Caller gut vorbereitet.

Vermutlich weißt Du nicht, was ein Caller ist, oder? Lass mich Dir kurz beschreiben, auf was ein Caller alles achten muss:

  • Singen, also die Töne treffen und im Takt bleiben,
  • Tanzkommandos zur richtigen Zeit geben,
  • die Tanzfiguren müssen zusammenpassen
  • der Schwierigkeitsgrad muss fordern, darf aber nicht überfordern

Du siehst … das ist eine ganz schöne Menge, aber zurück zu meinem Erlebnis damals.

Ich fühlte mich blendend vorbereitet, als ich die Bühne betrat. Keine Angst, ich war im Moment. Gleich würde ich die Bühne rocken.

Doch dann schaute ich nach unten und sah in ihre Gesichter. Und meine ganze Selbstsicherheit war einfach futsch. In meinem Kopf wechselten sich wirre Gedanken mit totaler Leere ab.

Und dann fing ich an. Ich sang und gab Kommandos. Erst noch stockend, dann immer flüssiger. Und auf einmal war keine Angst mehr da.

Dem Gehenden schiebt sich der Weg unter die Füße.[Martin Walser]

Dieses Gefühl hatte ich jedes Mal, wenn ich meine Komfortzone verlassen habe. Und genauso super fühlt es sich an, wenn die ersten positiven Rückmeldungen kommen.

 

Sichtbar werden

Im Dezember 2012 startete ich meinen ersten Blog namens Vision-Blog.Info.

Ich war auf der Suche nach meinem Traumleben und schrieb mir dort alles von der Seele, was mir auf meinem Weg dorthin half. Das waren Methoden aus dem NLP, verschiedener Therapierichtungen, der Kommunikation, aber auch so außergewöhnliche Experimente a la Wie werde ich meine Brille los?

Da war wieder die Angst, wie werden die Anderen darauf reagieren. Und was soll ich sagen? Viele Menschen konnten von meinen Beiträgen profitieren und hinterließen wunderbare Kommentare.

Dieser Blog war noch ziemlich kühl und strukturiert. Mir fehlte die Wärme, die Liebe und noch eine besondere Zutat: Das Spielerische

 

Zeig Dich wie Du bist

Maler_linksUnd deshalb blogge ich jetzt hier auf SpielTriebWerk.de genau darüber. In Zukunft plane ich hier auch kostenlose und kostenpflichtige Angebote. Du darfst also gespannt sein. 🙂

Aber auch hier hatte ich meine Ängste zu überwinden. Denn ich rede und schreibe hier über Spiele und das Spielerische im Leben.

Manche mögen das als Zeitverschwendung ansehen. Aber ich sehe darin eine große Chance zur persönlichen Weiterentwicklung. Ernsthafte und gierige Menschen haben die Welt dahin gebracht, wo sie jetzt steht.

Es ist Zeit, die spielerische Leichtigkeit im Leben wieder neu zu entdecken!

 

Keine Angst mehr – geht das?

Kann ich Angst also zukünftig vermeiden? Oder soll ich angstbesetzte Situationen meiden, wie der Teufel das Weihwasser?

Meiner Meinung nach NEIN.

Denn damit nehme ich mir meine Wachstumsmöglichkeiten.

Was wir trainieren dürfen:

Lass Dir von der Angst nicht Dein Leben vermiesen.

Dieses Buch bringt es so treffend auf den Punkt.
Feel the Fear and Do It Anyway®: Dynamic techniques for turning Fear, Indecision and Anger into Power, Action and Love (English Edition)

 

Blogparade Bedingungsloser Selbstausdruck

Dieser Artikel ist Teil der Blogparade Bedingungsloser Selbstausdruck von meinem lieben Blogger-Kollegen Matthias Brückner. Er hat 4 Fragen gestellt und oben habe ich sie Dir implizit beantwortet.

Und jetzt noch einmal explizit für alle Liebhaber von Zahlen, Daten und Fakten.

Wo lebst Du Deinen bedingslosen Selbstausdruck? Wenn Du ihn lebst.

In meinem Blog und beim Spielen drückt sich mein Selbst am deutlichsten aus. Und da ich diese Liebe zum Spielerischen auch professionalisieren will, gebe ich mir die Erlaubnis, noch viel verspielter zu werden.

Erfüllst Du gerne Bedingungen und ist ein Leben ohne Bedingungen für Dich möglich?

Ja, ich erfülle gerne Bedingungen. Früher waren das allerdings Bedingungen und Erwartungen von Außen und Anderen. Heute sehe ich Notwendigkeiten zum persönlichen Wachstum und die Herausforderungen legen sich mir vor die Füße. Und die wunderbare Achterbahnfahrt genieße ich so oft es mir möglich ist.

Was ist für Dich Selbstausdruck und lässt sich das mit der heutigen Gesellschaft vereinbaren?

Die Bedeutung steckt für mich in den Worten. Das eigene Selbst zum Ausdruck zu bringen. Sichtbar zu sein. Das eigene Licht leuchten lassen. Dazu gibt es für mich nur ein passendes Lied.

Eine zukünftige, nachhaltig tragfähige Gesellschaft, die weder andere Menschen noch unsere Welt ausbeutet ist nur dann möglich, wenn jeder Mensch seine besonderen Talente einsetzen kann, darf und will.

Ein Leben ohne Bedingungen, ohne Regeln, somit nicht messbar und ergebnisorientiert. Ist so ein reaktiven Leben überhaupt möglich?

Als Spieler kann ich nur antworten, kein Spiel ohne Regeln. Und irgendwann ereilt uns alle das große Game-Over. Ob es dann noch weitere Credits für neue Leben gibt, wird sich dann zeigen. Aber wenn jeder sein Selbst als Ziel festlegt und danach strebt, dann habe ich Hoffnung auf eine bessere Welt.

Dann ist das Leben nicht nur möglich, sondern auch lebenswert.
david_signatur

Mehr denn je gilt: Spiel Dein Spiel

 

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5 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hallo David,

    ich habe gerade deinen Blog entdeckt. Ich finde es super, wie du das Thema „Glückliches Leben“ aufziehst. 🙂 Ich bin schon auf die anderen Blogartikel gespannt, die mich noch durchlesen werde.

    Auch ich bin ein Kind, der strengen Erziehung und es zählte hauptsächlich das, was die Nachbarn, die Lehrer, die Verwandeten usw. von mir als Kind hielten und sagen. Ich sein dürfte ich nur, wenn ich allein war. Öffentlich zu sein, wie man ist, ist eine sehr große Herausforderung, aber es ist der Weg, den du wählen musst, willst du glücklich werden. Ängste, Ablehnung oder Spott zu erfahren, sind groß. Meistens sind diese Ängste aber unbegründet und mindestens genauso oft erhält man auch Anerkennung, wenn man ist, wie man ist.

    Danke für deine Inspiration und viele Grüße aus Salzburg!

    Stefan

    1. Hallo Stefan, danke dass Du Deine Kindheit mit uns teilst.
      So merkwürdig das klingen mag, aber ich bin dankbar für genau die Erfahrungen, die damals für mich anstanden. Eine Raupe MUSS sich aus dem Kokon herauskämpfen, um ein Schmetterling zu werden. Und sie wird hinterher nicht über den Kokon schimpfen. 🙂

      Viele Grüße aus Dortmund nach Salzburg,
      David

      1. Hallo David,
        da gebe ich dir absolut recht. Egal, was man als Kind oder auch als Erwachsener erfährt, es ist Teil des Entwicklungsweges von der Raupe zum Schmetterling.
        Und wenn man bedenkt, dass der Schmetterling fliegt, obwohl er es nach den von Menschen gemachten physikalischen Gesetzen eigentlich nicht kann und durch seinen Flügelschlag das Wetter der ganzen Erde verändern kann, dann ist es kein Wunder, dass es eine Herausforderung ist, ein Schmetterling zu werden. Es ist aber auch ein erstrebenswertes Ziel. 🙂

        LG Stefan

  2. Hallo David,

    da sind wir beide ja auf einer Wellenlänge =) Und dann noch im gleichen Alter. Wie du sicherlich weißt, ist es auch mein Anliegen, das Spielfeld Leben allen Lesern schmackhaft zu machen.

    Danke für diese wertvollen Beitrag und WILLKOMMEN im Spielfeld Leben. Lass uns weiterhin spielend Spaß haben.

    Gruß

    Matthias

    1. So sei es Matthias 😉
      Ob Gott würfelt oder nicht, ist mir egal.
      Ich würfel und das ist gut so.

      Danke noch mal für die Blogparade. Das Thema kam so was von passend 🙂

      Gruß, David

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